Sehenswürdigkeiten der Umgebung

In der näheren Umgebung von Endschütz finden sich so historisch interessante Plätze wie das Kloster Mildenfurth, die Pfarrkirche „Sankt Veit” und die Holzbrücke in Wünschendorf, die Osterburg und das „Pfeifersche Haus” in Weida, das Ronneburger Schulmuseum, sowie die „Reußische Fürstenstraße”.

Die Holzbrücke Wünschendorf


Die alte überdachte Holzbrücke in Wünschendorf gilt als Technisches Denkmal.

Alter, Material und Kon­struk­tions­weise geben immer wieder Anlaß, sie zu bestaunen. Die mächtigen, bis zu 50 Zentimeter starken Balken, aus denen sie gefügt wurde, stammen aus dem Schömberger Forst bei Weida.

Mit ihrer beidseitigen Verschalung und dem Satteldach widersteht die 71 Meter lange und 4,30 Meter breite Brücke nun schon seit mehr als zweihundert Jahren Wind, Wetter und Eis. Seit Mitte des 13. Jahrhunderts überbrückte man in Wünschendorf die Elster. Immer wieder wurden diese frühen Konstruktionen vom Eisgang zerstört.

1786 entstand schließlich die bis heute erhaltene Holzbrücke, die den Widrigkeiten des Wetters standhaft trotzte. Selbst dem ständig wachsenden Autoverkehr hielt sie bis heute stand. Erst wenn man sie zu Fuß durchquert, erfaßt man vollständig die brückenbautechnische Leistung der Zimmerleute von einst und die ästhetische Wirkung, die von ihr ausgeht.

Interessant ist die Warntafel, auf der drakonische Strafen angedroht werden, falls sich mehr als ein beladenes Fuhrwerk auf der Brücke befindet. Heutzutage sind es schon mal ein halbes Dutzend Autos hintereinander. Von Autos hatte der Herr Müller 1851 noch nichts gewußt.





Die Osterburg zu Weida

Im 12. Jahrhundert errichtet, war die Osterburg mit ihrem mittelalterlichen Bergfried Sitz der Vögte und Herren von Weida.

Die heute vorhandenen Schloß- und Wirtschaftsgebäude entstanden hauptsächlich im 16./17. Jahrhundert unter Einbeziehung von Resten früherer Bauten. Deshalb finden sich Stilelemente der Romanik, Gotik, Renaissance und des Barock.

Seit 1930 hat das Museum der Ortsgeschichte auf der Burg sein Domizil. Sie dokumentiert die wichtigsten Etappen der Regional-, Burg- und Stadtgeschichte seit dem 10. Jahrhundert bis zum Ende des 18. Jahrhunderts.

Ein Raum des Museums ist der letzten Herzogin von Kurland, Anna Charlotte Dorothea, geborene Reichsgräfin von Medem 1761 - 1821 gewidmet und mit Einrichtungsgegenständen aus dem Schloß Löbichau, ihrem letzten Wohnsitz ausgestattet.




Das Kloster Mildenfurth

Das westlich vom Ortskern Wünschendorf, direkt an der Weidaer Straße gelegene Kloster Mildenfurth zählt zu den ältesten und interessanntesten Sakralbauten Thüringens, 1193 gestiftet von Heinrich II, Vogt zu Weida.

Die Klosterkirche wurde am Übergang von der Romanik zur Gotik errichtet, vermutlich um das Jahr 1200 bis hin um 1250. Am Beginn der Reformation besaß das Kloster rund 300 Hektar Land, mit dessen Bewirtschaftung sie einen Beitrag zur Entwicklung von Acker- und Gartenbau im Vogtland leistete.

Zunächst wurde der Besitz sächsisch - kurfürstlich verwaltet, im Jahre 1617 von Johann Georg I. erworben und zeitweilig als Jagdschloß genutzt.

Im 18. Jahrhundert bewohnten verschiedene Pächter das Kloster. 1945 wurde das seit 1815 bestehende Gut verstaatlicht und bis 1964 als Altersheim, danach hauptsächlich als Lager genutzt. 1989 begannen umfangreiche Sanierungs- und Werterhaltungsmaßnahmen. Seit Weihnachten 1991 werden im Kreuzgewölbe des Erdgeschosses Kammerkonzerte gegeben.

Am massiven westlichen Glockenturm der nahegelegenen, mehr als 1000 Jahre alten Kirche St.Veit kann man ein architektonisches Element aus dem Kloster Mildenfurth wiederfinden, das dort im 16. Jahrhundert eingefügt wurde: das spätgotische Portal.




Die Pfarrkirche „Sankt Veit”

Weithin sichtbar sind die beiden Türme der über 1000-jährigen Pfarrkirche St. Veit in Wünschendorf. Sie gilt als die älteste Kirche Ostthüringens, vermutlich gegründet um 974 als Burgkapelle, die im ausgehenden 11. Jahrhundert zur Pfarrkirche umgewandelt wurde.

An den äußeren Strebepfeilern der Kirche verdienen die fünf Kreuzwegstationen, welche den Leidensweg Jesu und die Auferstehung darstellen, die Aufmerksamkeit des Besuchers.

Der Schutzheilige dieses Gotteshauses ist der heilige Sankt Veit. Sein Name ging auf Berg und Siedlung über. Eine Reliefplatte an der Nordwand der Kirche zeigt, daß Sankt Veit dem Märtyrertod in einem Kessel mit siedendem Öl fand. Die Taufkapelle mit dem ottonischen Kreuzgewölbe gehört zu den ältesten Teilen der Kirche. In der besonderen Form des Kreuzgratgewölbes fehlt ein Schlußstein.

Westseite Veitskirche Wünschendorf in Rekonstruktion 2009
Westseite Veitskirche Wünschendorf in Rekonstruktion 2009

Zwischen ottonischer Kapelle und romanischem Nordschiff befindet sich das überlebensgroße Triumpfkreuz aus dem 16. Jahrhundert. Im romanischen Teil der Kirche wurde eine Grabplatte aus dem 11. Jahrhundert freigelegt, die durch eine Glasabdeckung in ihrer historischen Einmaligkeit zu besichtigen ist.

Farbenreiche Wand- und Deckenmalereien im Inneren des Kirchenschiffes geben dem spätgotischen Altar um 1480 einen würdevollen Rahmen, der durch die Apostelbilder an der Orgelempore und die Bilder an der Südempore noch ergänzt wird.

Unter den Chorfenstern befindet sich eine 1896 freigelegte Weiheinschrift aus dem Jahr 1170, zwei farbige Verglasungen in den Südfenstern stammen vermutlich von 1150.

1991 beschädigte ein Blitzschlag die Innenausstattung schwer, es waren umfangreiche Renovierungsarbeiten notwendig.

1995 wurde die neue Orgel eingeweiht.

Derzeit erfolgt die Rekonstruktin der Türme und des Daches.

(aus Flyer Pfarramt St. Veit)





Die Wismutregion bei Ronneburg

Inmitten der ostthüringischen Landschaft, vor den Toren der Stadt Gera gelegen, finden wir östlich in einer flachen Talmulde den Ort Ronneburg.

Die Stadt, die fast 7000 Einwohner zählt, ist von sanften Höhen umgeben. Nach der naturräumlichen Gliederung Thüringens gehört das Gebiet, zwischen Ronneburg und Seelingstädt, zum „Ronneburger Acker- und Bergbaugebiet”.

Abbau der Ronneburger Halden im September 2004
Abbau der Ronneburger Halden im September 2004

Wir haben es hier überwiegend mit landschaftlichen Nutzflächen und bergbaulichen Einrichtungen der Wismut zu tun. Apropos Wismut. Die jahrzehntelange Gewinnung von Uran in der Region hat neben den bekannten Belastungen der Umweltmedien Wasser, Luft und Boden insbesondere auch zu erheblichen Veränderungen der historisch gewachsenen Kulturlandschaft geführt.

Die heute noch sichtbaren großflächigen Landschaftsschäden vermitteln, in Verbindung mit dem Wissen um die radiologischen Gefährdungen, ein eher negatives Image. „In diese Ecke bringen mich keine zehn Pferde!” - mögen Sie vielleicht denken - doch weit gefehlt. Denn seit der Wende wurde der Uranerzbergbau eingestellt und die Wismut GmbH ist nun dabei, die Hinterlassenschaften des Bergbaus zu sanieren. Die Sofortmaßnahmen zur Abwendung von Gefahren durch Radioaktivität wurden bereits abgeschlossen.

Auch Ronneburgs „Wahrzeichen”, die Spitzkegelhalden, sind verschwunden.

Die Sanierung und Wiedernutz­barmachung des Ronne­burger Landes ist eines der großen Vorhaben im Umweltschutz.

Mit dem Projekt „Revitalisierung” beteiligte sich die Wismut GmbH an der EXPO 2000.

Im Jahr 2007 rückte die Bundesgartenschau Gera und Ronneburg ins Blickfeld der Öffentlichkeit .




Das obere Weidatal

Das Weidatal ist ein naturnahes Bachtal zwischen idyllischen Dörfern, geformt durch den gleichnamigen Bach. Es bietet dem Wanderer bis heute ungestörte Landschaft und Natur.

Da die Weida zwei Trinkwassertalsperren speist, stand das Einzugsgebiet schon seit vielen Jahren unter Schutz und wurde dadurch von negativen Veränderungen verschont.

Die Dörfer entlang des Weidatales konnten ihr traditionelles Erscheinungsbild bewahren. Es sind meist Angerdörfer mit kleiner Kirche, Dorfteich und die für die Region charakteristischen Drei- oder Vierseithöfe. Man findet hier noch typische Bauerngärten.

Nicht nur die Weida, sondern auch zahlreiche Nebenbäche und ihre Quellen haben diese Landschaft über Jahrhunderte geprägt.

In fast allen Dörfern bieten kleine Pensionen Möglichkeiten zur übernachtung bzw. für Ferien auf dem Bauernhof an.



Das „Pfeifersche Haus” in Weida

Weida war schon um 1600 ein Ort mit vielfältigem Gewerbe und lebhaftem Handel. Haupternährungszweig war das Weberhandwerk.

In der Geraer Straße 30 weckt die Aufmerksamkeit ein flachbogiges Haustor zwischen Pilastern und Gebälk, im Schlußstein ein verzierter Schild mit den Kurschwertern unter der Krone. über dem Portal ist eine Tafel eingemauert mit der Inschrift: “Königl. Churfürstl. Sachs. Privilegierte Schönfärberey und Fabrique 1720”. Das ist die erste Weidaer Fabrik.

Im Dezember 1719 erlangte der Weidaer Bürger und Zeugmacher Johann Christian Lange die Konzession zur “Anlage einer wollenen Zeugfabrique und Schönfärberei”, die er dann in der Geraischen Gasse (heute Geraer Straße) gründete. Später erhielt er von der Regierung in Dresden das “kürfürstlich -sächsisches Privilegium”. Dieses besagte, daß alle Stoffe der Zeugmacher, vor allem Wolle, in der Fabrik bearbeitet und gefärbt werden mußten.

1746 wurde die Fabrik zum Freihaus erklärt, d.h. dem Gerichte des Stadtrates und Amtes entzogen und der Justiz der Landesherren unterstellt. Die Manufaktur führte in ihrer Petschaft das kürfürstlich - sächsische Wappen mit der in lateinischen Majuskeln ausgeführten Umschrift: ‘FABRICA PRIVILEGIATA DE WEYDA’. Das Barockhaus in der Geraer Straße entstand nicht mit der Gründung der Fabrik 1720, sondern erst 1751.




Das Ronneburger Schulmuseum

Seit mehr als 38 Jahren existiert das Schulmuseum in Ronneburg.

Hier wird alles von Schülern für Schüler gesammelt, eingerichtet und genutzt. Eine Schülerin gab damals den Anstoß: „Wenn wir Geräte, Bilder, Schriftstücke - also alles, was alt ist - sammeln, wird für uns Geschichte lebendig.

Anfangs diente ein Klassenzimmer als Museumsraum, bereits zwei Jahre später waren es schon 5 ausgestaltete Kellerräume. über dieses Schulmuseum wurden Diplomarbeiten geschrieben und der Leiter dieser Einrichtung hielt Gastvorlesungen an den Universitäten Leipzig und Jena. Studenten besuchten ständig das Museum.

Nach der Wende mußte das Schulmuseum in das Ronneburger Schloß verlegt werden und aus dem Schulmuseum wurde das Geschichtsmuseum.

Das Ronneburger Schulmuseum ist laut Mitteilung aus den USA in den Weltkatalog der UNESCO - Schulmuseen aufgenommen wurden.




Die „Reußische Fürstenstraße”

Die Belebung des Fremdenverkehrs in Ostthüringen mit seinen angrenzenden Regionen soll mit der „Reußischen Fürstenstraße” in Schwung kommen.

Es werden die kulturellen und geschichtlich bedeutsamen Sehenswürdigkeiten der breiten öffentlichkeit vorgestellt und für einen regen Besucherverkehr geworben.

Entlang der kulturhistorischen „Reußischen Fürstenstraße” findet man viele bedeutsame Sehenswürdigkeiten, die in enger Verbindung mit der Geschichte des Hauses Reuß stehen.

Die Route führt vom Schloß Greiz, über die Osterburg in Weida, Schloß Burgk, die Bergkirche in Schleiz bis zum Residenztheater in Gera.

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