Endschützer Sommertheater 2010


Am Donnerstag den 29.07.2010 findet in Endschütz das diesjährige Sommertheater statt.

Vorstellungsbeginn ist 20:00 Uhr am Gemeindehaus Endschütz.


Wie im letzten Jahr kommt das Ensemble des Kinder- und Jugendpfarramtes der EKM und der Spiel- und Theaterwerkstatt e.V. auf ihrer Sommertour nach Endschütz. Gezeigt wird Arthur Schnitzlers Stück „Der grüne Kakadu“.

Das Ensemble, dass sich vor vier Jahren aus ehemaligen Absolventen der Ausbildung Theaterpädagogik gebildet hat, sich einem der kräftigsten und revolutionärsten Stücke des österreichischen Dramatikers zugewandt, in dem die Grenzen zwischen Spiel und Realität verschwimmen.

Das Stück spielt im "Grünen Kakadu", einer Spelunke mitten in Paris am Vorabend der Französischen Revolution. Hier wird den Gästen Unterhaltung der besonderen Art geboten: Eine Gruppe Schausteller täuscht das gelangweilte adlige Publikum damit, dass sie Revolution spielen. Sie schlüpfen in die Rollen von Taschendieben, Huren, Brandstiftern und Mördern und erregen so das Publikum auf eine angenehm, gruselige Weise. Der Geruch vom Verbrechen liegt in der Kneipenluft. Von Draußen dringen die ersten Rufe der Revolution.

In diesem Stück, das einen Abend vor dem Beginn der Revolution spielt, fließt viel Wiener- und Theaterblut.



Nachlese


Revolution vorm Gemeindehaus

Tod dem Establishment! und Tod den Bankern konnte man am Donnerstagabend dem 29. Juli vor dem Gemeindehaus Endschütz hören. Doch keine Revolte war im Gange, sondern die Teilnehmer das Ensemble der Spiel- und Theaterwerkstatt Erfurt zeigten vor etwa 60 Gästen Arthur Schnitzlers Groteske Der grüne Kakadu.

Der Einakter zeigte ein verwirrendes Spiel zwischen Schein und Realität. Während der Adel einem Schauspiel beizuwohnen glaubte, applaudierte er seinem eigenen Untergang. Die Akteure, jeder spielte was er nicht ist, kamen dabei der Realität nahe, und wenn Henri, der Hauptdarsteller im Grünen Kakadu, tatsächlich einen Mord begeht und als Held der Revolution gefeiert wird, signalisierte der finale Sturm auf die Bastille nicht die ersehnte Freiheit, sondern allgemeinen Zusammenbruch.

Es fiel den Endschützern und ihren Gästen nicht schwer, sich ins ausgehende 18. Jahrhundert hineinzuversetzen. Mit einem mutigen Bühnenbild und den Kopf voller Ideen haben die Schauspieler ein kühnes Projekt in Angriff genommen. Zur starken Atmosphäre des Stückes kam die überraschende Aktualität des 1899 uraufgeführten Werkes. Der grüne Kakadu ist bezogen auf die heutige Zeit eine Erlebnisgaststätte. Das Publikum waren Adlige, die es genießen, brutale Verbrechen vorgespielt zu bekommen. Das gut 15-köpfige Ensemble spielte quasi inmitten des Publikums und bezog es auch mit ein. Durch farbige Bänder wurde vor der Aufführung festgelegt, wer Revolutionär sei, Adliger oder Henri-Fan.

Klassisches Theater in moderner Fassung, fand auch der Endschützer Bürgermeister Sylvio Nitschke. Und er freute sich sichtlich über die Künstlertruppe. Ich will das Potential nutzen und solche Aktivitäten wie die der Theaterleute unterstützen und dabei für die Gemeinde was auf die Beine stellen, erklärte er. Zudem wolle er ein bisschen dazu beitragen, dass die Leute nicht nur vor dem Fernseher sitzen. Trotz des einsetzenden Regens wurde das Stück weitergeführt und die Besucher blieben mit Schirmen und Plastetüten geschützt bis zum Ende dabei.

Bereits zum zweiten Mal hatte Bürgermeister Nitschke zum Sommertheater eingeladen und stellt fest, dass die Idee ankommt. Recht herzlich bedankt er sich beim Endschützer Feuerwehrverein, der Firma Nikolaus & Partner aus Nöbdenitz und allen anderen Helfern für ihre tatkräftige Unterstützung.

In der Bildergalerie aufrufenBildergalerie sind ein paar Bilder von der Vorstellung und dem Publikum zu sehen, die dankenswerterweise Sylvio Nitschke zur Verfügung stellte.

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